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Waldzustandsbericht 2025


FAQ: Waldzustandsbericht 2025

1. Wie steht es aktuell um die Gesundheit der deutschen Wälder?
Die Lage bleibt ernst: Rund 79 Prozent der Waldbäume weisen Schäden auf, nur etwa 21 Prozent gelten als ohne erkennbare Schäden. 35 Prozent zeigen deutliche Kronenverlichtungen, weitere 44 Prozent befinden sich in der Warnstufe.

2. Gibt es auch positive Entwicklungen im Bericht?
Ja – die regenreicheren Jahre 2023 und 2024 haben dazu beigetragen, dass sich einige Baumarten leicht stabilisieren konnten. Weniger Bäume sind neu abgestorben, und der starke Borkenkäferbefall der Vorjahre hat sich vielerorts abgeschwächt. Eine echte Entwarnung geben die Experten trotzdem nicht.

3. Welche Baumarten sind besonders betroffen?
Eichen zählen weiterhin zu den am stärksten belasteten Baumarten. Auch die Kiefer zeigt vielerorts eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr. Besonders ältere Bäume leiden nach wie vor stark unter den Folgen der Trockenjahre seit 2018.

4. Warum dauert die Erholung der Wälder so lange?
Ein Wald wächst nicht in wenigen Jahren nach. Gehen alte Baumbestände durch Trockenheit, Sturm oder Schädlinge verloren, entstehen ökologische und wirtschaftliche Schäden, die über Generationen wirken. Der notwendige Umbau zu klimaresilienten Mischwäldern gilt daher als eine der wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahrzehnte.

5. Was zeigt das Beispiel Rotenburg an der Fulda?
Im Stadtwald von Rotenburg an der Fulda gingen zwischen 2018 und 2020 mehrere hundert Hektar Wald durch Trockenheit und Borkenkäfer verloren. Seit 2021 wird die Fläche mit verschiedenen, zukunftsfähigen Baumarten und Naturverjüngung wieder aufgeforstet – ein Beispiel dafür, dass aus Krisen neue, widerstandsfähigere Wälder entstehen können.

Waldzustandsbericht 2025: Warum der deutsche Wald weiterhin unsere Unterstützung braucht

Vor fünf Jahren standen wir gemeinsam mit Förster Dr. Andreas Siegel auf einer Fläche im Stadtwald von Rotenburg an der Fulda. Wo früher dichter Wald stand, gab es nur noch abgestorbene Fichten und Kahlflächen. Trockenheit und Borkenkäfer hatten ganze Bestände zerstört. Mehrere hundert Hektar Wald waren zwischen 2018 und 2020 verloren gegangen.

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Für den Förster war das ein Schock. Für die Stadt bedeutete es nicht nur den Verlust wertvoller Baumbestände, sondern auch den Wegfall wichtiger Einnahmen aus der nachhaltigen Waldbewirtschaftung.
Heute sehen die Flächen völlig anders aus.

Seit 2021 werden die Kahlflächen Schritt für Schritt wieder aufgeforstet. Nicht mit einer einzigen Baumart, sondern mit verschiedenen, zukunftsfähigen Baumarten und der Kraft der Naturverjüngung. Wo vor wenigen Jahren noch kahle Flächen dominierten, wächst heute wieder ein junger Wald heran.

Warum solche Projekte wichtig sind, zeigt der aktuelle Waldzustandsbericht 2025.

Waldzustandsbericht 2025: Die Lage bleibt ernst

Der bundesweite Waldzustandsbericht fasst die Waldzustandserhebungen der einzelnen Bundesländer zusammen und liefert jedes Jahr ein Bild über die Gesundheit unserer Wälder.

Die gute Nachricht vorweg: Die regenreicheren Jahre 2023 und 2024 haben dazu beigetragen, dass sich einige Baumarten leicht stabilisieren konnten. Die Zahl neu abgestorbener Bäume ist zurückgegangen und der massive Borkenkäferbefall der vergangenen Jahre hat sich vielerorts abgeschwächt.

Eine Entwarnung geben die Experten jedoch nicht.

Die wichtigsten Ergebnisse des Waldzustandsberichts 2025:
• Rund 79 Prozent der Waldbäume weisen Schäden auf.
• Nur etwa 21 Prozent der Bäume gelten als ohne erkennbare Schäden.
• Rund 35 Prozent der Bäume zeigen deutliche Kronenverlichtungen.
• Weitere 44 Prozent befinden sich in der Warnstufe.
• Besonders ältere Bäume leiden weiterhin stark unter den Folgen der   Trockenjahre.
• Die Auswirkungen der extremen Hitze- und Dürrejahre seit 2018 sind nach wie vor deutlich sichtbar.
• Eichen zählen weiterhin zu den am stärksten belasteten Baumarten.
• Auch die Kiefer zeigt vielerorts eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr.
• Der notwendige Waldumbau hin zu klimaresilienten Mischwäldern bleibt eine der wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahrzehnte.

Die Zahlen machen deutlich: Der Wald befindet sich vielerorts noch immer im Erholungsmodus. Die Niederschläge der letzten Jahre konnten die Schäden nicht einfach verschwinden lassen.

Warum die Erholung Jahrzehnte dauert

Ein Wald wächst nicht in wenigen Jahren nach.

Wenn ein alter Baumbestand durch Trockenheit, Sturm oder Schädlinge verloren geht, entstehen ökologische und wirtschaftliche Schäden, die über Generationen wirken können.

Genau deshalb setzen Förster heute verstärkt auf vielfältige Mischwälder. Unterschiedliche Baumarten reagieren unterschiedlich auf Trockenheit, Hitze oder Krankheiten. Eine höhere Artenvielfalt macht Wälder widerstandsfähiger und reduziert Risiken für kommende Generationen.

Der Waldzustandsbericht 2025 bestätigt diesen Weg ausdrücklich: Der Umbau unserer Wälder zu klimaresilienten Mischwäldern ist entscheidend für ihre Zukunft.

Rotenburg an der Fulda zeigt, was möglich ist

Die Entwicklung im Stadtwald von Rotenburg an der Fulda zeigt, dass aus Krisen neue Chancen entstehen können.

Die Flächen, die vor wenigen Jahren noch von abgestorbenen Fichten geprägt waren, entwickeln sich heute zu vielfältigen Waldbeständen. Junge Bäume unterschiedlicher Arten wachsen heran. Die Naturverjüngung unterstützt die Entwicklung zusätzlich. Tiere und Pflanzen kehren zurück. Gleichzeitig entsteht neuer Erosionsschutz, weil die Wurzeln der jungen Bäume den Boden wieder festigen.

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Natürlich wird es noch viele Jahre dauern, bis daraus wieder ein ausgewachsener Wald entsteht.

Doch genau darin liegt die Botschaft des Waldzustandsberichts 2025:
Unsere Wälder brauchen Zeit. Und sie brauchen Menschen, die bereit sind, heute Verantwortung zu übernehmen.

Rotenburg an der Fulda – Impressionen 2023

Förster Dr. Andreas Siegel

Unternehmen können Teil der Lösung werden

Die Herausforderungen für den deutschen Wald sind groß. Gleichzeitig gibt es viele Möglichkeiten, aktiv zu werden.

Immer mehr Unternehmen möchten sich dort engagieren, wo ihre Mitarbeitenden leben und die Auswirkungen des Klimawandels sichtbar werden. Regionale Waldprojekte schaffen genau diese Verbindung. Sie unterstützen den Wald vor Ort und machen Nachhaltigkeit erlebbar.

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Wir erleben immer wieder, wie Unternehmen bei einem Besuch im Wald verstehen, worum es eigentlich geht: Nicht um einzelne Bäume. Sondern um die Entwicklung widerstandsfähiger Wälder für kommende Generationen.

Der Waldzustandsbericht 2025 zeigt uns, wie groß die Aufgabe ist.

Projekte wie in Rotenburg an der Fulda zeigen uns, dass wir etwas bewegen können.

Beides zusammen macht Mut.

Alle Artikel26. Juli 2026Aufforstung, Klimaschutz, Nachhaltigkeit

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